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Silikon-Haftschaft-Technik (Liner-Technik)

Die als Silikon-Haftschaft-Technik oder auch als Liner-Technik bekannte Versorgungsmethode ermöglicht eine optimale Haftung der Prothese am Amputationsstumpf.
Der Haftschaft ist eine am distalen Ende geschlossene Hülle aus elastischem Silikonmaterial. Ein einschraubbarer Arretierungsstift (Pin) am Liner garantiert die Fixierung des Stumpfes in der Prothese. Beim Einstieg in die Prothese rastet der Pin am Schaftboden in einer entsprechenden Haltevorrichtung (Verschlussstück) ein.
Durch Entriegeln der Sperre am Verschlussstück kann die feste Verbindung zwischen Amputationsstumpf und Prothese getrennt werden.
Eine kondylenübergreifende Einbettung des Stumpfes wie bei der KBM (Kondylen-Bettung-Münster) ist bei der distalen Anbindung nicht erforderlich. Folglich können die kondylenübergreifenden Schaftanteile soweit gekürzt werden, dass ein problemloser Einstieg in die Prothese möglich ist.

Liner zur Stumpfbettung

Neben der Haftschaft-Technik gibt es die Möglichkeit der Linerversorgung zur Stumpfbettung. Diese Liner besitzen keine distale Anbindung und werden ausschließlich zur Bettung des Stumpfes verwendet.
Die Wandstärken dieser Silikon-Liner variieren zwischen 1,5mm und 6mm. Wahlweise kann bei dickwandigeren Linern ein gelartiges Silikon oder ein Polyurethan mit fließenden Eigenschaften eingesetzt werden. Die Wandstärke dieser Liner variiert von 3 bis 6mm. Durch diese Versorgungsmethode wird eine gleichmäßige Druckverteilung im Prothesenschaft erreicht.